Wohnungsbrand, Ohrbült



  • Datum: 01.11.2022
  • Alarmierung: 01:22 Uhr
  • Einsatzende: ca. 05:30 Uhr
  • Fahrzeuge:  ELW, TLF 16/25, RW1, LF20, MTF

In der Nacht zum Dienstag ist in einer Wohnung am „Ohrbült“ in Zetel ein Feuer im ersten Obergeschoss eines Wohnhauses ausgebrochen. Während den Einsatzkräften zunächst gemeldet wurde, dass alle Personen das Gebäude verlassen haben, mussten sie vor Ort feststellen, dass sich noch Personen im Gebäude befanden.

Die ersten Kräfte vor Ort konnten sofort eine starke Verrauchung am Gebäude feststellen. Der Brand ließ sich zunächst nicht direkt lokalisieren. An einem Fenster des Gebäudes machte eine Person auf sich aufmerksam. Da die Wohnung nicht Verraucht war, wiesen die Kräfte die Person zunächst an am Fenster zu bleiben, um von dort gerettet werden zu können. Während der erste Trupp durch das Treppenhaus zur Menschenrettung vorging, flüchteten aus einer weiteren Wohnung zwei Personen durch das verrauchte Treppenhaus. Eine Person wurde in folge dessen aufgrund des Verdachts einer Rauchgasvergiftung mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

In der vom Brand betroffenen Wohnung wurde ebenfalls eine Person vermisst. Diese Person flüchtete in die rauchfreie Wohnung, in der bereits eine Person am Fenster auf die Rettung wartete. Die beiden Personen wurden schließlich mittels Steckleiter über das Fenster aus der Wohnung gerettet. Die Person aus der Brandwohnung wurde ebenfalls aufgrund des Verdachts auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

Nachdem alle Personen aus dem Gebäude gerettet waren, begannen die Kräfte der Feuerwehr mit den Löscharbeiten. Hierbei ging ein Trupp im Innenangriff unter Atemschutz vor. Des Weiteren wurde der Brand von außen über ein angrenzendes Flachdach bekämpft. Als der Brandherd, der sich in der Küche der Brandwohnung befand abgelöscht war, stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Brand bereits in die Zwischendecke gezogen war. Für die langwierigen Nachlöscharbeiten mussten daher Teile der Wohnungsdecke geöffnet werden. Auch vom Dachboden aus wurde die Zwischendecke geöffnet und Glutnester abgelöscht.

Zur weiteren Kontrolle des Dachstuhls forderte Einsatzleiter Björn Wilken die Drehleiter aus Varel an. Durch den Rauch, der aus dem Dach aufstieg, konnte ein folgender Dachstuhlbrand zunächst nicht ausgeschlossen werden. Von der Drehleiter wurden Dachpfannen aufgenommen um das Dach zu kontrollieren. Schließlich konnte festgestellt werden, dass das Dach nicht vom Brand betroffen ist.

Die Löscharbeiten waren nach ca. drei Stunden abgeschlossen.

Seit fast einem Jahr rückt in Zetel bei jedem Brand dieser Größe ein Rettungswagen zum Eigenschutz der Einsatzkräfte mit aus. Dass dieser Eigenschutz sinnvoll ist, zeigte sich bei diesem Einsatz. Ein Feuerwehrmitglied verletzte sich leicht bei den Löscharbeiten und konnte umgehen von den Kräften des DRK Varel/DRK Neuenburg erstversorgt werden. Gegen 5:20 Uhr wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben, die das komplette Gebäude zunächst beschlagnahmte.

Kai Lüken,
Pressesprecher Feuerwehr Zetel


Veröffentlicht am: 01.11.2022

Kategorie: Einsätze