Hintergrundbild, Feuerwehrfahrzeuge

Neues von der Feuerwehr Zetel


Argumente für die Umsetzung des zweigeschossigen Bauplanes

In den vergangenen Tagen ist das Thema „Feuerwehrhaus“ wohl an kaum jemandem vorbei gegangen. Ehrenamtliche Helfer, die sonst eine Brandwache auf dem Zeteler Markt leisten, laufen über das Marktgelände und sammeln Unterschriften. Viele Bürger zeigen sich interessiert, doch den meisten sind die genauen Argumente gar nicht bekannt, warum die Feuerwehrkameraden so an der Umsetzung des zweistöckigen Bauplanes festhalten.

Die Feuerwehr wurde bei beiden Bauplänen involviert, jedoch hat der Gemeindebrandmeister dem Rat ausdrücklich erklärt, warum die eingeschossige Variante nicht im Sinne der Feuerwehr ist. Die Planungsgruppe der Feuerwehr hat den Fraktionen in einem gesonderten Termin die Gründe ebenfalls erläutert. Zu diesem Zeitpunkt gab ein Fraktionsmitglied noch zu verstehen, dass man sich für die Variante entscheiden würde, mit der die Feuerwehr besser arbeiten kann.

Der einfachste Grund ist wohl schon der kürzere Weg zwischen der Alarmtür und den Fahrzeugen durch den Umkleideraum. Dies ist jedoch nur einer der Gründe, warum die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zetel an dem zweigeschossigen Plan festhalten.
Bei der zweigeschossigen Variante lässt sich der Verwaltungstrakt, durch ein Obergeschoss, klarer strukturieren. Dies führt dazu, dass man ruhigere Büroarbeitszonen schafft. Aber auch die Aufteilung der Bereiche nach dem „Schwarz-Weiß-Prinzip“ lässt sich hier klarer umsetzen. Als „Schwarz-WeißPrinzip“ bezeichnet man die Trennung von schmutzbefallenen Räumen (schwarz, beispielsweise eine Werkstatt) und reinen Räumen (weiß, beispielsweise Büros). Eine klare Trennung ist hier unumgänglich, damit „ weiße“ Bereiche nicht mit verschmutzter Kleidung (z.B. Einsatzkleidung) betreten werden. Die einzelnen Gebäudeabschnitte lassen sich außerdem bei diesem Plan mit einem Transpondersystem vorteilhafter den Zutrittsrechten der Nutzer zuordnen. Auch im Werkstattbereich zeigt der zweigeschossige Plan Vorteile auf. Der Werkstatt-/ Atemschutzbereich ist in der eingeschossigen Variante an dem Logistiklager angesiedelt. Im zweigeschossigen Bau sind diese Bereiche klar voneinander getrennt und es kann nicht zu Behinderungen im Arbeitsablauf kommen. Neben dem „alltäglichem Ablauf“ nimmt der eingeschossige Plan auch negative Auswirkungen auf den Arbeitsablauf in Einsatzlagen. Bei der eingeschossigen Planung würde der Abrollbehälter des Landkreises Friesland, der die Feuerwehr nach Einsätzen mit trockenen Schläuchen und vollen Atemluftflaschen versorgt, die Ein-/ und Ausfahrt der Feuerwehr zuparken. Für den Abrollbehälter gibt es keinen alternativen Platz auf dem Gelände. Im Falle eines Folgeeinsatzes führt dies zu einem massiven Problem. Im zweigeschossigen Plan könnte dieser so positioniert werden, dass der Abrollbehälter kein Einfluss auf die ausrückenden Fahrzeuge hätte. Des Weiteren sind das Gemeindebrandmeisterbüro und der Funkraum so angeordnet, dass man komplexe Einsatzlagen (wie bei mehreren parallel laufenden Sturmeinsätzen) „auf Sicht“ koordinieren kann. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass dies erforderlich ist, um Missverständnisse zwischen dem Einsatzleiter (hier i.d.R. der Gemeindebrandmeister) und dem Funker vorzubeugen.
Aber nicht nur im organisatorischen Ablauf beeinflussen die Pläne die Feuerwehr Zetel. Auch die Sicherheit leidet unter der „Sparvariante“ . Das Tor des Lagers der Jugendfeuerwehr befindet sich in der eingeschossigen Variante seitlich am Gebäude und ist damit zur PKW-Zufahrt ausgerichtet, welches eine erhebliche Unfallgefahr darstellt. Im zweigeschossigen Plan kann dieses Tor oberhalb oder unterhalb (Draufsicht) vom Gebäude positioniert werden und würde somit nicht zu der PKW Zufahrt ausgerichtet sein. Auch die Türen/Tore des Atemschutzbereiches sind zu der Ein-/ und Ausfahrt gerichtet. Im zweigeschossigen Plan ist der Atemschutzbereich auf der anderen Seite des Gebäudes angesiedelt. Im Hinblick auf die Unfallverhütungsvorschriften ist dies wesentlich sinnvoller.

Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Zetel sieht aus diesen Gründen die zweigeschossige Variante (trotz der Mehrkosten) im Hinblick auf die Nutzungsdauer als sinnvollere Lösung. Dieses Gebäude ist nicht nur ein Gebäude für die „Leute von der Feuerwehr“ . Dieses Gebäude ist ein öffentliches Gebäude für jeden Bürger. Es wird mit einer Notstromeinspeisung und einem entsprechenden Generator ausgestattet und ist somit Anlaufstelle für alle Bürger im Katastrophenfall. Die Kameraden der Feuerwehr Zetel kämpfen auch deshalb dafür, nicht an diesem
öffentlichen Gebäude zu sparen.

Um die Feuerwehr Zetel zu unterstützen, rufen die Kameraden nochmal alle Bürger auf, die über 16 Jahre alt sind und noch nicht unterschrieben haben. Unterstützen Sie die Freiwillige Feuerwehr Zetel mit ihrer Unterschrift! Die Unterschriftenlisten liegen in den nächsten Tagen noch in den Zeteler Geschäften Schreibwaren „Lübben“, Blumengeschäft „Sieben“, Kaufhaus „R. Meynen“, Augenoptik „Dierks“, Blumengeschäft „Focken“ und Zweiradgeschäft „Radwechsel“ aus!

Die Kameraden bedanken sich für die Unterstützung jeden Bürgers!


Veröffentlicht am: 15.11.2017

Kategorie: Nachrichten

Feuerwehr sammelt 1000 Unterschriften

Bericht aus Nordwest-Zeitung (Der Gemeinnützige) vom 15.11.2017


Veröffentlicht am: 15.11.2017

Kategorie: Bautagebuch

Feuerwerk findet ohne Freiwillige der Feuerwehr Zetel statt

Montagabend wird das große Höhenfeuerwerk des Zeteler Marktes stattfinden.

Wie schon angekündigt, werden die freiwilligen Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zetel nicht die Brandsicherheitswache übernehmen. Um trotzdem ein Feuerwerk stattfinden zu lassen, hat sich die Gemeinde Zetel dazu entschlossen die Brandsicherheitswache anzuordnen. Somit macht die Gemeinde von ihrem Recht gebraucht die Vollzugsbeamten (Feuerwehrführung) der Feuerwehr Zetel in die Pflicht zu nehmen. Zusätzlich werden diese durch ein Sicherheitsdienstleistungsunternehmen unterstützt, das durch die Gemeinde beauftragt wurde.

Die freiwilligen Kameraden der Feuerwehr Zetel werden unter dessen weiter auf dem Zeteler Markt Unterschriften sammeln.

Wir freuen uns weiterhin über jede Unterstützung!

Eure Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zetel


Veröffentlicht am: 12.11.2017

Kategorie: Nachrichten

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zetel ziehen nach Entscheidung der Politik ihre Konsequenz!

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

die vergangenen Tage waren schwere Tage für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zetel. Trotz unserer Bemühungen, ist die Abstimmung im Verwaltungsausschuss entgegen unserer Forderung ausgefallen.

Für uns stößt dies auf absolute Verständnislosigkeit. Der Bürgermeister hat uns Zeteler Feuerwehrkameraden nochmals am Donnerstag besucht, um seinen Standpunkt zu dieser Angelegenheit  darzulegen.

 „Haltet weiter zur Stange – Ihr seid ein gutes Team“. Mit diesen bewegenden Worten hat Heiner Lauxtermann zu uns gesprochen und zum Ausdruck gebracht, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr sei.

Im Anschluss des Besuches haben wir uns nochmal zusammengesetzt und besprochen, wie wir mit dieser Situation umgehen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Kameraden weiterhin für einen adäquaten Brandschutz in Zetel kämpfen wollen.

Die Freiwillige Feuerwehr Zetel unterstützt mehrere Aktionen, die nicht zu den „Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr“ gehören. Um ein öffentliches Zeichen zu setzen, wird die Freiwillige Feuerwehr Zetel bis auf weiteres keine dieser Aktionen mehr begleiten.

Was heißt das für die nahe Zukunft??

  • Die Feuerwehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Zetel wird nicht an der Markteröffnung des Zeteler Marktes teilnehmen.
  • Die Feuerwehr Zetel wird das anstehende große Höhenfeuerwerk des Zeteler Marktes nicht betreuen. Die Gemeinde wird hierfür einen qualifizierten Ersatz finden müssen.
  • Die Kameraden werden am Volkstrauertag nicht am Ehrenmal antreten.
  • Die jährliche Reinigung am Ohrbült nach dem Zeteler Markt wird nicht durch die Feuerwehr durchgeführt.

Jedem Einzelnen von uns fallen diese Konsequenzen sehr schwer, doch nur so können wir ein Zeichen setzen und den Politikern zeigen, was die ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr bedeutet. Der Bürgermeister wurde bereits frühzeitig hierüber informiert.

Unsere Einsatzbereitschaft werden wir zunächst aufrechterhalten. Wir behalten uns jedoch als letzten Schritt noch vor, die Feuerwehr als „nicht einsatzbereit“ zu melden. Der Bürgermeister hat diesbezüglich den Landrat über die Unstimmigkeit im abwehrenden Brandschutz in seiner Gemeinde in Kenntnis gesetzt.

 

Was bedeutet eigentlich eine Pflichtfeuerwehr für die Bevölkerung?

Gemäß dem Niedersächsischen Brandschutzgesetzt ist die Gemeinde für den Brandschutz in der Gemeinde zuständig. In der Regel richtet sich dann die Art der Feuerwehr (Berufs- oder freiwillige Feuerwehr) nach der Einwohnerzahl. Für die Gemeinde Zetel ist eine freiwillige Feuerwehr aufgrund der Einwohnerzahl ausreichend.Kann eine Gemeinde nicht genügend Freiwillige für eine Feuerwehr gewinnen, kann die Gemeinde einzelne Einwohner verpflichten.

Das bedeutet erhebliche Kosten für eine Gemeinde.

Die Feuerwehr Zetel verrichtet knapp 6500 ehrenamtliche Stunden. Multipliziert man diese Anzahl der Stunden mit dem Mindestlohn 8,84€, ergibt das eine zusätzliche Steuerlast von 57.460,00€ pro Jahr.

Das wird im schlimmsten Fall auf die Einwohner umgelegt.

 

Wir werden ab sofort eine Unterschriftenaktion starten und möchten jeden Bürger der Gemeinde Zetel um seine Unterstützung bitten. Mehrere Feuerwehrkameraden werden hierfür an den verschiedenen Markttagen über den Zeteler Markt laufen und Unterschriften sammeln. Bitte nehmt euch einen kurzen Moment und tut etwas Gutes für die Zukunft von Zetel. Die Kameraden stehen euch auch gerne für Fragen zur Verfügung.

Die Unterschriftenlisten werden auch noch in mehreren Zeteler Geschäften in den nächsten Tagen ausgelegt. Bei den Geschäften Sieben, Lübben,  Meynen, Bannenberg und Focken liegen bereits Listen aus!

Ihr unterstützt den ehrenamtlichen Brandschutz in Zetel.

Wir bitten um euer Verständnis und wünschen euch allen trotzdem einen schönen Zeteler Markt!

 

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zetel

Bericht der Nordwest-Zeitung

 

 

 

 


Veröffentlicht am: 11.11.2017

Kategorie: Nachrichten